Culture Counts

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Culture Counts DIVERSITY, 24 Stunden Interviewmarathon, Was ist deutsch?

DIVERSITY, 24 Stunden Interviewmarathon, Was ist deutsch?

  • Foto Norbert Lammert © Achim Melde 01. Mai, 12:00
    Norbert Lammert Bundestagspräsident, ist ein Jahr älter als die Republik, deren zweithöchstes Amt er bekleidet. Seit 29 Jahren ist er Mitglied des Parlaments, in der Opposition, als Regie-rungsmitglied, seit 2005 als sein Präsident. Er sagt: „Eine Gesellschaft kann Multikulturalität nur ertragen, wenn sie über ein Mindestmaß an gemeinsamen Überzeugungen und Orientie-rungen verfügt, die im Konfliktfall auch gelten.“ Als Interessen gibt der Honorarprofessor der Ruhr-Universität Bochum „Musik, Fußball, Literatur“ an. Nobert Lammert wird am 1. Mai um 12 Uhr der erste Gast beim Interviewmarathon „Was ist deutsch?“ sein.

  • Foto Thomas Reiter 01. Mai, 13:00
    Thomas Reitergeb. 1958, ist deutscher Astronaut. Nach einer Ausbildung zum Jetpiloten wurde er aus einer Gruppe von 22.000 Bewerbern als Mitglied des Europäischen Astronautenteams ausgewählt. Als achter Deutscher startete Thomas Reiter am 3. September 1995 ins All und flog zusammen mit zwei Russen zu der russischen Raumstation »Mir«. Für ihre erste Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation (ISS) wählte die ESA 2005 Thomas Reiter aus, der am 6. Juli 2006 mit dem Spaceshuttle „Discovery“ zur ISS flog und nach sechs Monaten zur Erdezurückkehrte. Thomas Reiter ist seit dem 1. Oktober 2007 Mitglied des Vorstandes des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dort verantwortlich für Raumfahrtforschung und –entwicklung.

  • Foto Benjamin von Stuckrad-Barre 01. Mai, 14:00
    Benjamin von Stuckrad-Barre geb. 1975, Journalist und prominentester deutscher "Popliterat". Als Zeitungsreporter aller Genres macht er Stichproben von Stadt, Land und Begegnungen. Er beobachtet, seziert, entlarvt, provoziert und schreibt – kontinuierlich an seinem Buch „Deutsches Theater“, das dieses Jahr in einer erweiterten Neuauflage erschienen ist. In seinen Romanen „Livealbum“, „Remix“ oder „Blackbox“ kratzt er an Oberflächlichkeiten der Medienwelt und führt mit scharfem Blick hinter die Kulissen eines vermeintlichen Lebensgefühls seiner Generation. Benjamin von Stuckrad-Barre arbeitete als Redakteur und freier Autor beim Rolling Stone, der Harald Schmidt Show, taz, stern und der FAZ, moderierte den Jugendsender „You FM“ beim Hessischen Rundfunk und ist seit 2008 exklusiv für Zeitungen der Axel Springer AG tätig.

  • Foto Marianne Birthler © Die Hoffoto­grafen 01. Mai, 15:00
    Marianne Birthler geb. 1948 und aufgewachsen in Ostberlin. Sie studierte Außenhandel, arbeitete als Katechetin in der Evangelischen Kirche und war eines der Gründungsmitglieder der „Solidarischen Kirche“. Vor und nach der Wende solidarisierte sie sich mit politisch Verfolgten, protestierte gegen Repressionen des SED-Regimes und arbeitete 1989/90 am Zentralen Runden Tisch mit. Für ihr bürgerrechtliches Engagement erhielt sie 1995 das Bundesverdienstkreuz. Marianne Birthler war in der DDR Volkskammer Sprecherin von Bündnis 90 und nach der Wende vom neuen Bündnis 90/Die Grünen. Seit 2000 ist Marianne Birthler Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes.

  • Foto Dawit Shanko 01. Mai, 16:00
    Dawit Shanko geb. 1968 in Addis Abeba. Als Schuhputzer hat er sich seine Schulausbildung in Äthiopien selbst finanziert, kam 1985 mit einem Stipendium zur Ausbildung als Vermessungsfacharbeiter nach Eichwalde, DDR und im Sommer 1989 nach Westberlin, wo er bis 2000 Architektur studierte. Seine eigenen Erfahrungen als Schuhputzer in Addis Abeba ließen ihn nicht mehr los: 2001 gründete er den Verein Listros e. V., der sich zum Ziel gesetzt hat, diesen Kindern und Jugendlichen in Äthiopien für ihre Arbeit und ihren Unternehmergeist Anerkennung und Respekt zu verschaffen. Namhafte Künstler und Architekten haben sich Dawit Shanko seither angeschlossen und entwickeln in unterschiedlichsten Kunst- und Austauschprojekten neue Ansätze einer innovativen Entwicklungshilfe.

  • Foto Sebastian Turner 01. Mai, 17:00
    Sebastian Turner geboren 1966, gründete unmittelbar nach der Wende mit zwei Partnern in Dresden die „kreativste deutsche Werbeagentur“ Scholz & Friends. Turner gilt als Urheber des Slogans „Wir können alles – außer Hochdeutsch“. Zu seinen bekanntesten Kampagnen gehört die Wiederbelebung des FAZ-Claims „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ sowie die Standortinitiative „Deutschland - Land der Ideen“. Turner gehört dem Vorstand des Art Directors Club of Europe an und lehrt als Gastprofessor an der Universität der Künste in Berlin.

  • Foto Titus Dittmann 01. Mai, 18:00
    Titus Dittmann geb. 1948, gilt als „Vater der deutschen Skateboard-Szene“. Was 1978 mit der Leidenschaft fürs Rollbrett fahren beginnt, mündet in der europäischen Marktführerschaft. Die „titus GmbH" (Münster) versorgt die Szene mit Skateboards, Zubehör, Streetwear und dem dazugehörigen Lebensgefühl. Nach einem Beinahe-Bankrott vor einigen Jahren restrukturiert Dittmann sein Unternehmen und setzte nochmal alles auf eine Karte. Die eigene Krise hat den Blick des Unternehmers und Ex-Studienrats auf die Welt verändert: in Kabul unterstützt er u.a. das Projekt "Skateistan". Zwei Tonnen Skateboards mitsamt Zubehör hat Titus unlängst von Münster nach Kabul transportieren lassen, um dort die Basis für humanitäre Jugendarbeit zu leisten.

  • Foto Martin Sonneborn © Tanja Rethmann 01. Mai, 19:00
    Martin Sonneborn geb. 1965, tritt vielen auf den Schlips und das meist medienwirksam. Er ist Mitherausgeber des "endgültigen Satiremagazins Titanic" und verantwortlich für "SPAM", die satirische Rubrik von Spiegel Online, dreht Filme, schreibt Bücher und macht Politik: als Bundesvorsitzender einer 2004 von ihm gegründeten Partei namens "Die PARTEI“. Wenn man Rudi Völler, der "FAZ" und den "Tagethemen" Glauben schenken darf, waren es seine Bestechungsfaxe an FIFA-Komiteemitglieder, die die Fußball-WM-2006 nach Deutschland geholt haben. In seinem gerade erschienenen "PARTEI-Buch" erklärt Sonneborn, wie man "in Deutschland eine Partei gründet und die Macht übernimmt".

  • Foto Wolfgang Schmidbauer 01. Mai, 20:00
    Wolfgang Schmidbauer geb. 1941 in München, ist Psychoanalytiker, Psychotherapeut und Supervisor, publizierte über vierzig Sachbücher, einige Romane und zahlreiche Zeitschriftenartikel, unter anderem in „Der Spiegel“ und „Die Zeit“. Bekannt wurde er mit seinem Bestseller „Die hilflosen Helfer“, in dem er auch den Begriff Helfersyndrom prägte. Die großen Gefühle sind sein Thema: „Die sogenannte Aggression“, „Die heimliche Liebe“, „Das Buch der Ängste“. Gerade erschien „Ein Land – drei Generationen. Psychogamm der Bundesrepublik“ (Herder Verlag). Fasziniert ist er von einfachen Dingen und von Lebenskonzepten jenseits des Konsumrauschs.

  • Foto Jörg Rheinboldt 01. Mai, 21:00
    Jörg Rheinboldt geb. 1971, grndete nach seinem BWL-Studium zunchst die Internet-Agentur denkwerk, anschlieend 1999 mit fnf Freunden die Internet-Auktionsplattform Alando.de. Drei Monate spter stimmten sie einem Kaufangebot von eBay zu. Als Managing Director von eBay Deutschland wurde er zu einer der Ikonen der New Economy. Nach seinem Rckzug aus der Geschftsfhrung und einem Jahr Elternzeit untersttzt er in seiner Beteiligungsgesellschaft M10 GmbH junge Start-Ups. Rheinboldt ist Mitbegrnder von betterplace.org, eine gemeinntzige Stiftungs-GmbH, die garantiert, dass 100% aller privaten Spenden ohne Abzge weitergegeben werden und die im Gegenzug Unternehmen zu sozialem Engagement bert.

  • Foto Oona Horx-Strathern 01. Mai, 22:00
    Oona Horx-Strathern geb. 1963 in Dublin, ist sowohl in Wien als auch in London zu Hause. Ihr Buch „A Brief History of the Future“ machte sie weltweit als Trendberaterin und Zukunftsforscherin bekannt. Zudem schreibt sie den London Report für den Zukunftsletter, eine Kolumne, in welcher sie über neue Lebensstile und Konsumententrends aus der britischen Metropole berichtet. Mit ihrem Mann Matthias Horx betreibt sie das :zukunfts|institut in Wien und Kelkheim im Taunus.

  • Foto Zafer Senoçak 01. Mai, 23:00
    Zafer Senoçak geb. 1961 in Ankara, lebt seit 1970 in Deutschland. Seit 1979 veröffentlicht er Gedichte, Essays und Prosa in deutscher Sprache. In seinen Erzählungen widmet er sich dem Themenschwerpunkt Orient-Okzident sowie interkulturellen Fragen. In überregionalen Zeitungen provozierte er mit Überschriften wie "Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam“. In seinen Werken setzt er sich mit den Deutschen, der türkischen Kultur und damit auseinander, wie beides miteinander vereinbar ist. Aufenthalte als Writer in Residence führten ihn u.a. in die USA, wo seine Werke zum Kanon der Germanistik und Cultural Studies gehören.

  • Foto Sung-Hyung Cho 02. Mai, 00:00
    Sung-Hyung Cho geb. 1966 in Busan, Südkorea, ist Cutterin und Regisseurin. Sie studierte in Seoul Kommunikations- wissenschaft und kam 1990 nach Deutschland, wo sie Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und Philosophie studierte. Seit 20 Jahren lebt sie auf dem Land in Hessen. Für ihren Dokumentarfilm „Full Metal Village“ wurde sie mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet. In ihren Filmen spürt sie dem schwierigen Begriff Heimat nach – zuletzt in „Endstation der Sehnsüchte“, für den sie drei Frauen begleitet, die nach über 30 Jahren zurückkehren in ein Südkorea, das nicht mehr ihres ist.

  • Foto Eric T. Hansen 02. Mai, 01:00
    Eric T. Hansen geb. 1960, US-Amerikaner, Mormone, Humorist, Journalist, Buchautor, Selbstdarsteller, Quizmaster (wer weiß eigentlich, woher die Weißwurst stammt). In seinen Büchern „Nibelungenfieber“ und „Planet Germany. Eine Expedition in die Heimat des Hawaiitoasts“ beschäftigt er sich mit deutscher Kultur. Und kommt zu überraschenden Erkenntnissen, etwa: „Die Deutschen sind zu gut versichert, um jemals anständige Cowboys abzugeben.“

  • Foto Brad Hwang 02. Mai, 02:00
    Sung-Uk Bradden Hwang geb. in Südkorea, ist Installationskünstler. Aufgewachsen im ländlichen Utah (USA), kam er 1989 kurz nach dem Fall der Mauer nach Berlin, wo er als Teil der Künstlerinitiative Tacheles das vom Abriss bedrohte Haus besetzte. Die Sanierungswelle vertrieb den Künstler aus dem inzwischen gentrifizierten Bezirk Mitte, wo in den 90er Jahren seine aus altem Schrott gebauten Phantasiemaschinen die Hinterhöfe belebten. Er wohnt seitdem in einem Hausboot am Landwehrkanal, das er als kontinuierliche Skulptur betrachtet und bearbeitet. Hwang studierte Kunst an der University of California und Los Angeles. Seine interaktiven Skulpturen, die sich häufig mit veränderten Wahrnehmungsbeziehungen auseinandersetzen, werden u.a. in New York und Amsterdam ausgestellt; seine „Zeitreisemaschine“ war kürzlich im Martin-Gropius-Bau Berlin zu sehen.

  • Foto Sven Marquardt 02. Mai, 03:00
    Sven Marquardt geb. 1962, ist Fotograf und Türsteher im „besten Technoclub der Welt“, dem „Berghain“, was ihm zu einem der bekanntesten Gesichter der Stadt machen dürfte. Der Ur-Berliner arbeitete zu DDR-Zeiten in einem Atelier, machte Auftragsarbeiten, Hochzeitsbilder und Modeaufnahmen. Als Punk hatte er damals Platzverbot im Bezirk Mitte, wo er heute seine Fotos ausstellt. Unter der Woche arbeitet Marquardt im Tätowierstudio "Blut und Eisen". Seine ganze Leidenschaft gilt der Fotografie, in der er Geschichten von Menschen und Orten festhält, von der dunklen Seite des Lebens sichtlich angezogen.

  • Foto Hans Narva 02. Mai, 04:00
    Hans Narva geb. 1968 in Ostberlin. Musiker, Nostalgiker, Kapitalismus­Verweigerer und echtes Berliner Urgestein. Mit 14 Jahren wurde Hans wegen Aufrufs zur Meuterei eingesperrt, seine Band „Herbst in Peking“ bekam in der DDR Auftrittsverbot, mit 40 wird ihm ein Autoritätsproblem attestiert. Seine Musik war und ist sein Zufluchtsort und zugleich ein Dokument der jeweiligen Zeit, „Wir leben in der Bakschischrepublik“ wurde 1989 zur Hymne der Wende. Heute spielt Hans Narva als Bassist in mehreren Berliner Bands und ist im deutsch-polnischen Jugendaustausch aktiv. Der Dokumentar- und Portraitfilm „Hans im Glück“ war 2009 auf der Berlinale zu sehen.

  • Foto Dolly Buster 02. Mai, 05:00
    Dolly Buster geb. 1969 in Prag, ist Deutschlands wohl bekannteste Pornodarstellerin, spätestens seit sie für das Titelbild des renommierten deutschen Magazins Stern zu einem Artikel über die Pornobranche posierte. Ihre Karriere führte sie darüber hinaus als Produzentin auch hinter die Kamera. Sie betreibt ihre eigene Erotik-Kette, schreibt, ist als DJ in Deutschlands Clubszene unterwegs, stellt als Malerin eigene Bilder aus und engagiert sich immer wieder politisch. Im Bundestagswahlkampf 2002 unterstützte sie Guido Westerwelle und bezog vor allem Stellung für die freie Liebe.

  • Foto Hans-Peter von Kirchbach © Johanniter 02. Mai, 06:00
    Hans-Peter von Kirchbach geb. 1941 in Weimar, ist ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr. Sein verständnisvolles Vorgehen bei der Überführung von NVA-Truppenteilen in die Bundeswehr sicherte ihm viele Sympathien in den Streitkräften und der ostdeutschen Bevölkerung. Von 1999 bis 2000, als die Bundesregierung den Einsatz im Kosovo beschloss, war er der ranghöchste Soldat der Bundeswehr. In der Öffentlichkeit bekannt wurde von Kirchbach als "Held von der Oder", als er 1997 während der Oderflut den Einsatz von 30.000 Soldaten führte. Von Kirchbach ist seit 2001 Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem größten Ordenswerk des evangelischen Johanniterordens.

  • Foto Türkiyemspor 02. Mai, 07:00
    Türkiyemspor wurde als bekanntester Migrantenverein der Bundesrepublik 2007 durch den ersten Integrationspreis des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) ausgezeichnet. 1978 gegründet, spielten hier hauptsächlich Migranten türkischer Herkunft miteinander Fußball - inzwischen zieht der Verein Sportler verschiedener Herkunft an: in der Mannschaft des Vereins spielen 25 Nationalitäten. Nicht nur durch die vier Mädchenteams; auch durch den Anteil der Frauen im Vorstand hat der Verein eine ganz besondere Farbe bekommen. Damit Türkiyemspor auch in der zweiten Liga antreten kann, ohne aufgrund der geltenden Ausländerregelung auf einen Großteil seiner Spieler verzichten zu müssen, wurde vom DFB der rechtliche Begriff des „Fußballdeutschen“ eingeführt.

  • Foto Jürgen Fliege 02. Mai, 08:00
    Jürgen Fliege geb. 1947, Pfarrer und Talkshowmoderator. Mit seiner einfühlsamen Art der Gesprächsführung hebt er sich wohlfühlend von den "Brüll-Shows" im Privatfernsehen ab. Er ist das moderne Gesicht einer Spiritualität, in der Gottglauben und Menschsein zusammenfinden. Als Herausgeber von "Fliege. Die Zeitschrift" beschäftigt er sich mit körperlichen und seelischen Heilmethoden und präsentiert Vorbilder der Mitmensch-lichkeit. Seine eigene Stiftung hilft Menschen, die in Not gerieten.

  • Foto Ramazan Salman 02. Mai, 09:00
    Ramazan Salman 1960 in Istanbul geboren, ist Medizinsoziologe. Er bildet erfolgreiche, gut integrierte Migranten zu Mediatoren aus, die Ausländer und Einwanderer in Moscheen und Gemeinden mit dem Thema Gesundheit erreichen. Und er schult deutsche Ärzte, damit sie besser auf die Bedürfnisse von Migranten eingehen können. Für den Aufbau des Ethnomedizinischen Zentrums in Hannover wurde er 2006 zum Ashoka Fellow und von der Schwab Foundation zum „Social Entrepreneur 2008“ ernannt.

  • Foto Wibke Bruhns © Amos Schliack 02. Mai, 10:00
    Wibke Bruhns geb. 1938. Ihr Vater zählte zur Widerstandsgruppe des 20. Juli 1944. Bruhns war ab 1971 die erste deutsche Nachrichtensprecherin des ZDF, in den 80er Jahren arbeitete sie als Korrespondentin des "stern" in Israel und Washington. 1995 wurde sie Kulturchefin beim RBB. Für ihre Reportagen wurde sie mit dem prestigeträchtigen Egon-Erwin-Kisch-Preis ausge-zeichnet. Für die "Meines Vaters Land. Geschichte einer deutschen Familie" erzielt sie den Friedrich-Schiedel-Literaturpreis.

  • Foto Nike Wagner 02. Mai, 11:00
    Nike Wagner geb. 1945, ist promovierte Publizistin und Dramaturgin. Als Urenkelin von Richard Wagner wuchs sie im Haus Wahnfried in Bayreuth auf. Seit 1975 ist Nike Wagner freischaffende Autorin, wirkte an zahlreichen Symposien über Musik und Literatur im In- und Ausland mit und hatte eine Gastprofessur in Oxford inne. 2003 trat sie als externe Sachverständige der Enquête-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestags bei. Nach wiederholter, scharfer Kritik am langjährigen Leiter der Bayreuther Festspiele, ihrem Onkel Wolfgang Wagner bewarb sie sich mit einem Plädoyer für strukturelle Veränderung und künstlerische Neudefinition von Bayreuth selbst für dieses Amt, das schließlich ihrer Cousine zugesprochen wurde. Seit 2004 leitet Nike Wagner das Kunstfest Weimar.