Norbert Lammert
Es ist mal wieder fünf vor zwölf in Deutschland. Die Uhr tickt im Hintergrund. Im Berliner Radialsystem V sind drei Kameras auf einen Tisch gerichtet, an dem in den nächsten 24 Stunden 24 Gäste am Stück interviewt werden sollen. Doch nur die Gäste wechseln, die zwei Journalisten Michael Gleich und Hajo Schumacher, interviewen zu zweit rund um die Uhr. Was sich metaphorisch als Marathon aufdrängt und in Wirklichkeit an die Grenzen gehen will, nennt sich auch so: „24 Stunden Interviewmarathon“. Die Interviewer nehmen nur eine Frage mit auf die Langdistanz: „Was ist deutsch?“ Ganz einfach, ganz schlicht. Doch einfache Fragen sind nicht einfach. Gibt es so etwas wie das typische Deutsche überhaupt oder ist unsere Gesellschaft längst viel bunter, innerhalb der deutschen Grenzen eben nicht einfach nur deutsch? Das ist der Hintergrund, vor dem sich die Frage stellt. Zusammen mit den 24 Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft möchten Gleich und Schumacher sich dieser Frage nähern. Für die Antworten, die sich aus den jeweiligen Biographien der Gäste ganz individuell ergeben werden, sind sie offen. Punkt zwölf, der Lauf beginnt. „Wir werden Sie heute durch die 24 Stunden führen“, eröffnet Gleich. „Wir wollen uns fragen, ob wir zuversichtlich sein können, ob wir eine weltoffene Gesellschaft geworden sind. Denn unsere These ist: Deutsch ist Vielfalt.“ Und warum dieses Format? „Weil es so unberechenbar ist“, sagt Schumacher. „Wir wollen von Anfang an von der Berechenbarkeit wegkommen und bestenfalls hin zu mehr Ehrlichkeit, Offenheit, Unverstelltheit. Und damit möchten wir unseren ersten Gast begrüßen: Bundestagspräsident Norbert Lammert.“
Norbert Lammert
Bundestagspräsident, ist ein Jahr älter als die Republik, deren zweithöchstes Amt er bekleidet. Seit 29 Jahren ist er Mitglied des Parlaments, in der Opposition, als Regierungsmitglied, seit 2005 als sein Präsident. Er sagt: „Eine Gesellschaft kann Multikulturalität nur ertragen, wenn sie über ein Mindestmaß an gemeinsamen Überzeugungen und Orientierungen verfügt, die im Konfliktfall auch gelten.“ Als Interessen gibt der Honorarprofessor der Ruhr-Universität Bochum „Musik, Fußball, Literatur“ an.Es ist mal wieder fünf vor zwölf in Deutschland. Die Uhr tickt im Hintergrund. Im Berliner Radialsystem V sind drei Kameras auf einen Tisch gerichtet, an dem in den nächsten 24 Stunden 24 Gäste am Stück interviewt werden sollen. Doch nur die Gäste wechseln, die zwei Journalisten Michael Gleich und Hajo Schumacher, interviewen zu zweit rund um die Uhr. Was sich metaphorisch als Marathon aufdrängt und in Wirklichkeit an die Grenzen gehen will, nennt sich auch so: „24 Stunden Interviewmarathon“. Die Interviewer nehmen nur eine Frage mit auf die Langdistanz: „Was ist deutsch?“ Ganz einfach, ganz schlicht. Doch einfache Fragen sind nicht einfach. Gibt es so etwas wie das typische Deutsche überhaupt oder ist unsere Gesellschaft längst viel bunter, innerhalb der deutschen Grenzen eben nicht einfach nur deutsch? Das ist der Hintergrund, vor dem sich die Frage stellt. Zusammen mit den 24 Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft möchten Gleich und Schumacher sich dieser Frage nähern. Für die Antworten, die sich aus den jeweiligen Biographien der Gäste ganz individuell ergeben werden, sind sie offen. Punkt zwölf, der Lauf beginnt. „Wir werden Sie heute durch die 24 Stunden führen“, eröffnet Gleich. „Wir wollen uns fragen, ob wir zuversichtlich sein können, ob wir eine weltoffene Gesellschaft geworden sind. Denn unsere These ist: Deutsch ist Vielfalt.“ Und warum dieses Format? „Weil es so unberechenbar ist“, sagt Schumacher. „Wir wollen von Anfang an von der Berechenbarkeit wegkommen und bestenfalls hin zu mehr Ehrlichkeit, Offenheit, Unverstelltheit. Und damit möchten wir unseren ersten Gast begrüßen: Bundestagspräsident Norbert Lammert.“